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Was ist eine Allergie?

Sie leiden unter einer Allergie?

Dann stehen Sie mit Ihrer Erkrankung nicht allein, denn:
Bei rund 15 Prozent der Weltbevölkerung können allergische Beschwerden nachgewiesen werden und allein in Europa und den USA leiden über 50 Millionen Menschen unter Allergien - man kann also fast schon von einer Zivilisationskrankheit sprechen.

Wie entsteht allergisches Asthma?

Wie nun kommt es zu diesem offensichtlich weitverbreiteten und häufigen Krankheitsbild?
Von einer Allergie spricht man allgemein, wenn das körpereigene Abwehrsystem auf bestimmte Stoffe aus unserer Umgebung übersteigert reagiert. Während bei anderen Menschen der Kontakt mit diesen Stoffen in ähnlichen Mengen ohne Folgen bleibt, führen die überschießenden Abwehrreaktionen zum Krankheitsbild der Allergie. Die allergieauslösenden Substanzen, auch Allergene genannt, können dabei auf verschiedenen Wegen in den Körper gelangen: Sie werden u.a. mit der Luft eingeatmet (Inhalationsallergene wie z.B. Blütenpollen oder Hausstaub) oder über den Mund aufgenommen (Arzneimittel, Milch, Nahrungsmittel). Die allergischen Reaktionen führen bei verschiedenen Körperorganen zu Krankheitserscheinungen. Neben den Augen, der Haut und dem Verdauungssystem sind besonders auch die Atemwege betroffen: Man spricht nun vom allergischen Asthma.

Was sind Blütenpollen?

Augenjucken, heftiges Niesen und Atemnot jedes Jahr zur gleichen Zeit: Der Arzt hat bei Ihnen ein allergisches Asthma auf Blütenpollen festgestellt. Doch was beim Menschen diese unangenehmen Beschwerden auslöst, ist für die Pflanzenwelt von großer Bedeutung: Der mit dem Auge sichtbare Blütenstaub besteht aus vielen einzelnen Pollenkörnern, die das Erbgut der Pflanze enthalten. Sie werden von windbestäubten Pflanzen gebildet und durch den Wind zu anderen Blüten transportiert.

Wie können Pollen allergisches Asthma auslösen?

Im Frühjahr, zur Hauptblütezeit vieler Blumen, Bäume und Sträucher, ist die Luft voller Pflanzenpollen. Diese werden eingeatmet und gelangen auf die Schleimhäute der Atemwege, wo sie verschiedene Eiweißstoffe freisetzen. Nach dem ersten Kontakt mit den körperfremden Substanzen (Allergenen) bildet der Organismus Abwehrstoffe, sogenannte Antikörper, ohne daß es zunächst zu einer allergischen Reaktion kommt. Treffen dann später die Pollen der gleichen Pflanze erneut auf die Atemwegsschleimhaut, werden sie vom körpereigenen Abwehrsystem als "fremd" erkannt: Es kommt zu einer überschießenden allergischen Reaktion mit asthmatischen Beschwerden.

Führen alle Pflanzen zur Pollenallergie?

In Deutschland gibt es rund 4000 verschiedene Blütenpflanzen. Doch keine Angst: Nur ganz wenige sind für die Entwicklung eines allergischen Asthmas von Bedeutung. Ob eine Pflanze häufig zu einer Pollenallergie führt, wird von der Menge des freigesetzten Blütenstaubs sowie von der Aggressivität der Polleneiweißstoffe bestimmt. Die Pollen der frühblühenden Bäume und Sträucher wie Birke, Erle oder Haselnuß sind besonders aggressiv und machen für viele Allergiker das Frühjahr zur Qual.

(Stand 08. Juli 1999 - BIPKG)
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