Viele unserer Körperfunktionen werden von einer inneren Uhr gesteuert. Ohne dass wir es bemerken, folgen sie einem bestimmten Rhythmus.
Der Blutdruck fällt in der Nacht deutlich ab. Am frühen Morgen steigt er kräftig an, um Körper und Geist auf die Aktivitäten des Tages vorzubereiten. Dieser sinnvolle Mechanismus kann für Hochdruckpatienten zur Gefahr werden. Denn sie neigen am Ende der Nacht zu einem überschießenden Blutdruckanstieg.
Speziell in den ersten Stunden nach dem Aufwachen besteht ein stark erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Verschiedene Studien zeigen, dass die Gefahr in der Zeit von 6.00 Uhr bis 12.00 Uhr am größten ist. Dabei können auch die Menschen, die bereits Blutdruck senkende Medikamente einnehmen, böse Überraschungen erleben. Das zeigten die Resultate der "Aktion Morgenhochdruck", die von der Hochdruckliga gemeinsam mit Boehringer Ingelheim durchgeführt wurde. In dieser Studie wiesen 75 Prozent der untersuchten Bluthochdruckpatienten trotz medikamentöser Therapie einen erhöhten Blutdruck am Morgen auf!



