Ist der Schlaganfall durch die Verstopfung eines Gefäßes im Gehirn durch ein Blutgerinnsel entstanden, muss dieses möglichst schnell aufgelöst werden. Je schneller das Gerinnsel im Gehirn aufgelöst ist, um so geringer sind die Schäden des Hirngewebes, das über dieses Gefäß mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Eventuell können bleibende Behinderungen vermieden werden.
Dies geschieht über Infusionen mit einem pfropfauflösenden Medikament (Thrombolytikum). Das Thrombolytikum wird als Infusion über eine Stunde in die Vene infundiert. Zuvor müssen die Ärzte jedoch bestimmte Gegenanzeigen ausschließen, die zu einer Erhöhung des Blutungsrisikos führen können. Insbesondere Hirnblutungsrisiken sollen minimiert werden. Beispielsweise dürfen Patienten > 80 Jahre oder mit sehr großen Schlaganfällen nicht lysiert werden. Die Therapie ist auch nur bei Beginn in den ersten drei Stunden nach Symptombeginn zugelassen.


